Normalerweise interviewt er Menschen mit interessanten Geschichten. Doch seit fast 15 Jahren tauscht Markus Lanz das Fernsehstudio regelmäßig mit einer der extremsten und faszinierendsten Regionen der Welt: Grönland.

„Ich schleppe immer unglaublich viel Krempel mit mir rum, darunter zwei Kameras und mehr als ein halbes Dutzend Objektive. Allein das Teleobjektiv wiegt fünf Kilo, und ich habe mich oft gefragt, warum ich mir das eigentlich antue. Aber dann taucht in diesem fast unwirklichen Winterlicht plötzlich ein Eisbär auf, und die Quälerei ist vergessen“, sagt Lanz.

Für National Geographic hat er aus etwa 20.000 Fotos, die dabei entstanden sind, ein Buch gemacht, das zum Bestseller wurde und für das ZDF reiste er im Februar und Juni 2010 für mehrere Wochen nach Nord- und Ostgrönland. Die Reportage „Sehnsucht Grönland“ sahen knapp vier Millionen Fernsehzuschauer.
In einer aufwändig produzierten Multivisionsshow präsentiert Markus Lanz nun erstmals seine Fotos und Filmaufnahmen auf der Bühne und lässt das Publikum teilhaben an seinen Erfahrungen und Erlebnissen.

„Wir können viel von den letzten arktischen Jägern lernen“, sagt Lanz, „vor allem ihre ungeheure Konzentrationsfähigkeit hat mich tief beeindruckt. Wer fünf Stunden vollkommen regungslos bei minus 30 Grad an einem Robbenloch kauern kann, der muss über Fähigkeiten verfügen, die wir längst verloren haben.“

Der in den Dolomiten aufgewachsene Markus Lanz scheute keine Strapazen, die derartige Expeditionen mit sich bringen. Immer wieder besuchte er die Jäger von Siorapaluk, dem nördlichsten Dorf der Welt, und zog mit ihnen und ihren Hundeschlitten tagelang über das zugefrorene Meer, um zu jagen. Er übernachtete im Februar bei Temperaturen um minus 40 Grad in Biwaks, erlebte lebensbedrohliche Schneestürme und staunte über das Polarlicht. Immer wieder hielt er die großartige Szenerie auf Bildern fest: Menschen bei ihrer archaischen Arbeit, Eisberge in nahezu unwirklichem Licht, aber auch Kinder, die in acht Grad kaltem Wasser schwimmen, Jäger und deren rätselhafte Verbindung zu ihren Hunden, Fischer in ihren winzigen Booten, bedroht von gewaltigen Eisbergen. Vermutlich gibt es wenige Menschen, die Grönland so ursprünglich erlebt, fotografiert und gefilmt haben wie Markus Lanz – eine Welt, die es so vermutlich nicht mehr lange geben wird. Erleben sie zusammen mit ihm einen besonderen Abend und tauchen sie ein in eine raue Welt, voller Schönheit, aber auch Härte und Entbehrung.